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Mitarbeiterinterviews und Erfolgsgeschichten

Es sind unsere Mitarbeiter, die Celenus als Unternehmen ausmachen. Sie würden gerne unsere Mitarbeiter kennenlernen? Sie möchten wissen, wie es ist, für einen stetig wachsenden Klinikverbund tätig zu sein?

Erfahren Sie, was unsere Mitarbeiter bei ihrer Arbeit begeistert und warum sie Celenus als attraktiven Arbeitgeber ansehen. Unsere Mitarbeiter und vielleicht Ihre zukünftigen Kollegen gewähren Ihnen in Mitarbeiterinterviews und Erfolgsgeschichten direkt aus erster Hand einen Einblick in ihren vielseitigen Arbeitsalltag.

Prof. Dr. Bernd Fromm

Chefarzt

ist im Unternehmen seit 18 Jahren

Celenus Sigmund Weil-Klinik in drei Worten:
menschlich – fachlich – gut

Zum Interview

Sie sind sowohl Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie als auch Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin. Welche Entwicklung in Ihren Fachgebieten würden Sie sich wünschen? 

Im Fachgebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie richtet sich die akutmedizinische Versorgung immer mehr chirurgisch aus. Das bedeutet, dass Patienten operiert und nach wenigen Tagen akutstationären Aufenthalts in die stationäre oder ambulante Rehabilitation weitergeleitet werden. Aufgabe der Rehabilitationsmedizin ist es dann, das bestmögliche Ergebnis für die Patienten, d.h. eine „ restitutio ad optimum“ zu erreichen. Hierzu bedarf es einer noch engeren Verbindung von Akut- und rehabilitativer Medizin als bislang üblich. Diese Entwicklung im Sinne eines verbesserten Patientenmanagements würde ich mir wünschen und arbeite fest daran, dies durch einen engen personellen, fachlichen und technischen Austausch zwischen Akut- und Rehabilitationsmedizin zu optimieren.

Technische Möglichkeiten hierzu bestehen in einer verbesserten EDV-Verzahnung zwischen Akutkrankenhaus und Rehabilitationsklinik und damit einem verbesserten Zugriff auf OP-Bericht, Laborwerte und Röntgenbilder des Akutkrankenhauses oder vice versa, sollte die Rückverlegung des Patienten notwendig werden. Um meinen Teil hierzu beizutragen, pflege ich eine enge fachliche und persönliche Verbindung zu den im Aktukrankenhaus tätigen Ärzten, Pflegern und Sozialarbeitern, wie z.B. durch Fallkonferenzen oder telefonischen Kontakt.

Wie stehen Sie zu dem häufigen Vorurteil: Ein Arzt in der Reha sei ein Arzt 2. Klasse? 

Dieses Vorurteil habe ich schon lange nicht mehr gehört. Als ich noch akutmedizinisch tätig war und die Patienten nach einer Endoprothesen-Implantation noch mehrere Wochen im Krankenhaus behandelt wurden, habe ich im Anschluss an die Operation genau das gemacht, was ich heute in der Rehaklinik mache: Die Patienten intensiv nach ihrer Operation nachbetreut.

Insofern unterscheidet sich die Tätigkeit, die ich damals im Krankenhaus gemacht habe, fachlich nicht von dem, was heute in der Rehaklinik passiert. Denn die Rehabilitationsmedizin ist wesentlich akutmedizinischer geworden, mit all den daraus resultierenden Vor- und Nachteilen. Die Zeiten von „Tango und Fango“ in der Rehabilitation gehören dem letzten Jahrhundert an. Wer das heute noch als rehabilitative Leistung erwartet, ist in einer Rehabilitationsklinik wie der Celenus Sigmund Weil-Klinik nicht richtig aufgehoben. Hier geht es um die Wiederherstellung von funktionellen und strukturellen Defiziten, und nicht zu vergessen um die Sekundärprävention: Unser Ziel muss sein, die Patienten, die z.B. nach Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes zu uns kommen, gesundheitlich in eine Situation zu bringen, die ihnen den Ersatz des anderen Hüftgelenkes erspart oder zumindest hinauszögert.

Was muss ich mitbringen, um bei Ihnen eine Stelle als Assistenzarzt zu erhalten? 

Ein offenes Ohr, ein waches Auge und Empathie für die Ängste und Sorgen der anvertrauten Patienten sowie die Fähigkeit, im Team mit anderen Berufsgruppen kollegial und kooperativ zusammenzuarbeiten. 

Voraussetzung für einen guten Arzt in einer Rehabilitationsklinik ist es somit, die medizinischen Probleme, die sich jungen Ärzten bieten, auch durch die Augen der Patienten zu sehen, denn nur dann wird man ihren Sorgen und Nöten (oder denen der Angehörigen) gerecht. Und da man dies im rehabilitativen Fachgebiet nicht als Einzelkämpfer tun kann, ist die Voraussetzung zur Arbeit im Team essentiell.

Die fachliche Ausbildung, das Patientenmanagement, das Lesen von Röntgen-, CT- oder MRT-Bildern ist unsere fachärztliche Aufgabe im Rahmen der Weiterbildung sowohl für den Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie als auch für den Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin: Beides ist in unserer Klinik möglich.

Worauf achten Sie bei der Führung Ihrer Mitarbeiter? 

Als Chefarzt bzw. als Vorgesetzter in einem rehabilitativen Team habe ich Vorbildfunktion. Die Mitarbeiter orientieren sich verbal oder nichtverbal nach dem, wie der Chef sich verhält oder eben missverhält. Als Vorgesetzter hat man folglich immer eine Leuchtturmfunktion und darf niemals von Mitarbeitern Dinge verlangen, die man selbst nicht willens oder in der Lage ist zu geben.

Des Weiteren ist mir eine flache Hierarchie extrem wichtig. Ich bin kein Freund von autoritären Strukturen und lege Wert auf Entscheidungen, die gemeinsam im Team gefällt werden. Allerdings muss ich bei Unklarheiten bzw. bei divergierenden Meinungen in der Lage sein, einen Kurs bzw. eine Richtung vorzugeben. Zudem achte ich darauf eine offene Tür zu haben, damit die Mitarbeiter mit ihren Fragen und Nöten zu mir kommen können. Gute Führung lernt man über die Jahre: Ich bin seit 18 Jahren Chef dieser Klinik.

Bianca Anders

Klinikdirektorin

im Unternehmen seit 2014

Celenus Klinikgruppe in drei Worten:
kompetent, zuverlässig, flexibel

Zum Interview

Wie war für Sie der Sprung vom Trainee über die Assistenz der Klinikdirektion hin zur Klinikdirektorin der Celenus Algos Fachklinik?

Das war schon ein großer Sprung. Sicherlich wird man auch mal ins kalte Wasser geworfen, aber die Lernkurve dabei ist enorm und die Unternehmenszentrale steht einem immer unterstützend zur Seite. Im Traineeprogramm habe ich vermehrt projektbezogen gearbeitet. Später, als Assistentin der Klinikdirektion, spielte das primär eine untergeordnete Rolle, da das Tagesgeschäft der Klinik im Vordergrund stand. Jeden Tag galt es neue Aufgaben anzugehen – da wird einem nie langweilig und es ist eine sehr gute Chance seine Kenntnisse zu erweitern.

Für meine jetzige Tätigkeit als Klinikdirektorin der Celenus Algos Fachklinik war das Jahr als Assistentin der Klinikdirektion in der Celenus Teufelsbad Fachklinik unglaublich hilfreich. Ich konnte mir zusätzliche Fähigkeiten aneignen, die mir Sicherheit im Alltagsgeschehen geben, Netzwerke knüpfen und erste Führungsverantwortung übernehmen.

Als Klinikdirektorin arbeite ich täglich daran die Klinik strategisch weiterzuentwickeln, damit diese auch in Zukunft gut am Markt positioniert ist. 

Was hat Ihnen das Traineeprogramm rückblickend gebracht und welche Erfahrungen halten Sie für besonders wertvoll? 

Das Traineeprogramm hat mir einen umfassenden Einblick in den Reha-Bereich gegeben. Durch die verschiedenen Einsatzorte mit unterschiedlichen Indikationsschwerpunkten konnte ich ein breites Repertoire an Erfahrungen und Know-How aufbauen, was ich auch für meine aktuellen und zukünftigen Tätigkeiten gar nicht genug wertschätzen kann.

Neben den selbstständig durchgeführten Projekten und der konstruktiven abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit, hat auch die Sachbearbeitung einen Teil meines Traineeprogrammes ausgemacht.

Dies halte ich für sehr sinnvoll. Für eine spätere Führungsposition ist es grundlegend die Aufgaben und Problemlagen der eigenen Mitarbeiter sowie Patienten zu kennen.

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie aktuell? 

Mein größtes Vorhaben und gleichzeitig auch höchstes Ziel momentan ist es, eine gute Führungskraft zu sein. Jede neue Erfahrung bringt mich dabei meinem Ziel näher und ich beschäftige mich intensiv damit was gute Führung für mich bedeutet. Aus meiner Sicht beinhaltet dies Steuerung, die Übernahme von Verantwortung aber vor allem wie man es schafft seine Mitarbeiter optimal mitzunehmen.

Gerade Mitarbeitermotivation, sein Team für Veränderungen und Innovationen begeistern sowie Partizipation fördern sind komplexe Themen, die nicht immer einfach und geradlinig realisierbar sind. Hier ist oftmals Kreativität und Durchhaltevermögen gefragt.

Die ständige Auseinandersetzung und die Reflektion meines Handels helfen mir schrittweise meinen eigenen Führungsstil zu entwickeln. Zudem habe ich an meinem Standort in der Klinikleitung ein großes Erbe angetreten, dem ich natürlich in besonderem Maße gerecht werden möchte. 

Welche Empfehlungen/Tipps können Sie künftigen Trainees mit auf den Weg geben?

Wirklich wichtig, in meinen Augen, ist es sehr flexibel zu sein. Dadurch, dass Celenus deutschlandweit Kliniken betreibt, werden die Trainees dementsprechend variabel  eingesetzt. Gerade diese Vielfalt bietet die Möglichkeit einen umfangreichen Erfahrungsschatz aufzubauen.

Empfehlenswert ist es sich aktiv in die Einsatzplanung mit einzubringen. Wenn ihr in einen bestimmten Bereich hineinschnuppern wollt oder an der Bearbeitung eines speziellen Themas interessiert seid, wird das in der Regel ermöglicht.

Kommunikation ist das Mittel zum Erfolg und vielleicht lernen wir uns schon auf der nächsten Führungskräftetagung persönlich kennen.

Paul Bausch

Psychologischer Psychotherapeut

im Unternehmen seit 2018

Celenus Fachklinik Freiburg in drei Worten:
freundlich, kollegial, engagiert

Zum Interview

Warum haben Sie sich für das Studium der Psychologie und die anschließende Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten entschieden? 

Da stellen Sie zwei sehr unterschiedliche Fragen. Das Studium der Psychologie habe ich aus Interesse und Leidenschaft gewählt, allerdings ohne dabei schon den ganz großen Plan für die berufliche Zukunft in der Tasche zu haben. Die Entscheidung für die Weiterbildung zum Psychotherapeuten wurde dann sehr viel bewusster getroffen.

Grundsätzlich bereitet es mir einfach Freude, mit ganz unterschiedlichen Menschen und ihren individuellen Geschichten und Erfahrungen in Kontakt zu kommen. Bei der Suche nach Entwicklungs- und Veränderungsmöglichkeiten einen kleinen, positiven Beitrag leisten zu dürfen, ist eine sehr sinnhafte Tätigkeit.  

Was sind die spannenden und was die schweren Momente in Ihrem Beruf? 

Als spannend empfinde ich das immer wieder neue Einlassen auf die menschliche Vielfalt mit ihren ganz eigenen Problemkonstellationen, Wünschen und Hoffnungen. Hier mit therapeutischem Fachwissen begleitende Hilfestellungen geben zu können und gemeinsam mit den Patienten Ideen und Perspektiven zu entwickeln, erlebe ich als anspruchsvoll und bereichernd. 

Schwierig und wichtig dabei ist, die eigenen Kompetenz- und Belastungsgrenzen zu erkennen und auch als solche zu akzeptieren. 

Das Team ist ein essentieller Faktor in der Reha. Wie bewerten Sie diese Aussage? 

Stimmt. Genau wie unsere Patienten profitieren auch wir Angestellten der Celenus Fachklinik Freiburg immer wieder von der Erfahrung, gemeinsam in einem multiprofessionellen Team Lösungsansätze aus verschiedensten Blickwinkeln entwickeln zu können.

Gerade diese Vielfalt an Personen und Therapieangeboten eröffnet Möglichkeiten, einen individuellen und passenden Zugang zu den Patienten zu finden. Manche Menschen können sich besser in Einzelgesprächen öffnen, bei anderen gelingt der Zugang eher über die Musik oder die Bewegung. Wiederum lösen Gruppenangebote bei einigen zunächst Skepsis aus, sind im Nachhinein aber oftmals ganz wesentlich für einen positiven und hilfreichen Aufenthalt gewesen. 

Sie arbeiten als Vater in Teilzeit. Haben Sie das Gefühl, beiden Seiten gerecht zu werden – sowohl der Familie als auch der Behandlung der Patienten? 

Diese Frage können letztlich nur meine Frau und Tochter beantworten. Von meiner Seite aus kann ich sagen, dass es an unserer Klinik und in unserem Team eine große Bereitschaft gibt, über den professionellen Tellerrand hinaus, Verständnis für die familiären Aufgaben aufzubringen. Dies habe ich
z. B. bei der Einteilung der Arbeitszeit, der Wochengestaltung oder der Urlaubsplanung erfahren.

Auch im Alltag spüre ich bei vielen Kollegen und Vorgesetzten eine Offenheit und Wertschätzung für das Thema Familie. Ich persönlich genieße es sehr, gerade im ersten Lebensjahr meiner Tochter mehr Zeit für die Familie zu haben. Diese Entscheidung darf und muss aber natürlich jeder für sich treffen und diese Flexibilität ist sicher auch nicht in jedem Berufsfeld gleichermaßen gegeben.   

Charlotta Stracke

Ergotherapeutin

im Unternehmen seit 2017

Celenus Klinik für Neurologie Hilchenbach in drei Worten:
interdisziplinär, familienfreundlich, spannend

Zum Interview

Warum haben Sie in der Klinik angefangen?

Nach 12 Jahren Erziehungszeit wollte ich wieder in meinem erlernten Beruf arbeiten. Durch den privaten Kontakt zu einer Ergotherapeutin aus der Celenus Klinik für Neurologie Hilchenbach und ihren Erzählungen über die Therapieinhalte und Arbeitsbedingungen wurde meine Neugier geweckt.

Nach einem Telefonat mit der Abteilungsleitung war es mir möglich, eine einwöchige Hospitation in der Ergotherapie Abteilung zu machen. So erhielt ich einen sehr realistischen und alltagsnahen Einblick in die Tätigkeit mit den Patienten und konnte mir gut vorstellen dort zu arbeiten. Mir gefiel die enge interdisziplinäre Arbeit mit den Patienten ebenso wie die zugewandte Art der Abteilungsleitung und der Kollegen. Außerdem ist der Standort der Klinik für mich optimal, sodass ich nur einen kurzen Arbeitsweg habe und meine Familie und den Job in einen guten Einklang bringen kann.

Welche Erwartungen hatten Sie an Ihren beruflichen Wiedereinstieg und in wie weit haben sich diese erfüllt?

Ich habe mich besonders auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit auf Station und den intensiven Kontakt zu den Patienten gefreut. Diese Erwartung wurde voll und ganz erfüllt. Von Anfang an wurde ich auf der mir zugeteilten Station in das Team integriert. Meine Meinung wurde wertgeschätzt und ich konnte eigene Ideen oder Beobachtungen einbringen. Wir standen und stehen immer noch in regem Austausch zwischen den Professionen und profitieren alle davon, im Sinne der Patienten.

Natürlich war der Wiedereinstieg in meinen erlernten Beruf nicht ohne Schwierigkeiten, da ich nur über rudimentäre Erfahrungen im neurologischen Bereich verfügte. Aber meine Abteilungsleiterin unterstützte mich sehr, sodass mir der Start so leicht wie möglich gemacht wurde. Alle meine Fragen im Arbeitsalltag wurden ernstgenommen und beantwortet und auch Ideen und Veränderungsvorschläge waren immer willkommen, weshalb ich mich nach wenigen Wochen gut eingearbeitet fühlte. Zusätzlich war und ist es auch heute noch eine große Entlastung als Mutter bei Bedarf meine Arbeitszeiten flexibel zu gestalten. So kann ich beispielsweise Arbeitstage tauschen oder kurzfristig die Arbeitszeiten ohne großen Aufwand verschieben.

Wie gestaltet sich Ihr Tagesablauf?

Ich bin für die Station zuständig auf der sich ausschließlich Patienten mit starken kognitiven Einschränkungen und zusätzlich verschiedenen körperlichen Einschränkungen befinden. Also Patienten, die sich nicht selbstständig im Haus orientieren können und/oder unter starken Einschränkungen der Merkfähigkeit sowie der Konzentration und Aufmerksamkeit leiden. Die mir zugeteilten Patienten begleite ich vom Frühstück an (Frühstückstraining) über den ganzen Tag und biete unter anderem verschiedene Gruppentherapien zur Reorientierung und kognitiven sowie körperlichen Aktivierung an. So verfügen wir zum Beispiel über eine an die Station angegliederte Dachterrasse, die wir gemeinsam bepflanzen und pflegen. Wir machen aber auch Orientierungsgänge im Haus oder im nahen Stadtzentrum, um alltagsnahe Aufgaben zu üben. Darüber hinaus kümmere ich mich um motorisch funktionelle Einschränkungen, die bei einem Schlaganfall oder Schädelhirntrauma auftreten. 

Einmal pro Woche treffen sich alle Stationstherapeuten, eine Pflegekraft und die Stations- und Oberärztin zu einer Teamsitzung. Dort besprechen wir im Detail wie es dem Patienten geht, was er für Fortschritte macht und welche nächsten Ziele angesteuert werden. Zudem ist die Versorgung des Patienten nach der Entlassung ein wichtiges Thema. Diese Sitzungen schätze ich sehr, weil wir alle dadurch einen sehr guten Überblick über die uns anvertrauten Menschen erhalten und gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten können.

In den letzten zwei Jahren hatte ich die Chance an verschiedenen Fortbildungen teilzunehmen (Normale Bewegung, Umgang mit aggressivem Verhalten, Sitzen und Positionieren im Rollstuhl), die mir viel Rüstzeug für den Therapiealltag gegeben haben. Ich kann immer wieder auf das Gelernte zurückgreifen und arbeite sicherer und fundierter. 

Was ist das besondere an der Arbeit mit neurologischen Patienten?

Es gibt viele wirklich schöne Aspekte an meiner Arbeit. So mag ich persönlich den täglichen Kontakt zu den Patienten in den verschiedenen Lebensbereichen sehr gerne. Wir arbeiten nicht immer an Einschränkungen, sondern sprechen auch immer wieder über das Leben, Ängste und Sorgen und Lachen zusammen.

Im Verlauf meiner Arbeit mit den vielen älteren Menschen, hat sich mein Bild vom Altwerden und alten Menschen deutlich verändert. Ich gehe viel unvoreingenommener auf die Menschen zu und versuche freundlich, verständnisvoll und fröhlich zu sein. So ist es mir schon oft gelungen, grummelige oder ablehnende Patienten miteinzubeziehen. Und ich profitiere immer wieder von Gesprächen mit Patienten, wenn sie aus ihrem Leben erzählen.

Manchmal belastet es mich jedoch mitzuerleben, wie einsam einige Menschen sind. Es gibt immer wieder Patienten die gar keine Angehörigen haben oder um die sich niemand kümmern möchte. Diese Menschen kommen nur mit ihrer Kleidung am Leib zu uns und wir versuchen sie aus unserer Kleiderkammer mit dem Nötigsten zu versorgen. Besonders fehlt diesen Patienten dann die emotionale Wärme und der Kontakt zu anderen Menschen, sodass ich versuche auch in diesem Bereich für sie da zu sein.

Katrin Bunde

Physiotherapeutin

im Unternehmen seit 2009

Celenus Teufelsbad Fachklinik in drei Worten:
Gesundheit, Karriere, Zukunft

Zum Interview

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Unterschiede zwischen der Arbeit in einer Rehaklinik und im Krankenhaus/Praxis?

Im Vergleich zur physiotherapeutischen Arbeit im Akutkrankenhaus habe ich in der Rehaklinik deutlich mehr Möglichkeiten und Spielraum bei der Behandlung der Patienten, da diese bereits auf dem Weg der Besserung sind. Dadurch ist die Arbeit am Patienten vielfältiger und man kann auch Neues ausprobieren. Meiner Meinung nach bietet die Rehaklinik im Vergleich zu einem Krankenhaus bzw. zu einer Physiotherapeutenpraxis viel bessere Möglichkeiten die Therapieeinheiten zu gestalten. In unserer Klinik bin ich in den Behandlungszeiten nicht auf 20 Minuten getaktet und ich kann unterschiedliche Behandlungsräume mit einer sehr guten Ausstattung mit verschiedensten Therapiegeräten nutzen.

Das breite Spektrum unterschiedlichster Krankheitsbildern mit verschiedenen Schweregraden bietet mir die Möglichkeit alles Gelernte in meiner täglichen Arbeit praktisch umzusetzen. Dadurch gestaltet sich mein Arbeitstag sehr abwechslungsreich.

Was macht Ihren Beruf spannend und welche Momente sind schwer für Sie?

Spannend sind die täglich neuen Herausforderungen. Unsere Patienten kommen oft mit wenig Hoffnung auf Besserung ihres Gesundheitszustandes in die Klinik. In meiner Arbeit unterstütze und motiviere ich meine Patienten, um innerhalb der dreiwöchigen Reha sichtbare Erfolge zu erzielen. Ist der Patient dann auch noch zufrieden mit dem Therapieergebnis, gehört dies zu den besonders freudigen Momenten in meinem Arbeitsalltag.

Durch die längere Aufenthaltsdauer unserer Patienten bekommt man ein umfassendes Gesamtbild und begleitet den Behandlungserfolg über mehrere Wochen. Dadurch baut man eine persönliche Nähe zu den Patienten auf und ist entsprechend von deren Krankheitsgeschichten auch persönlich betroffen. Besonders mit den onkologischen Patienten in der Fachklinik Teufelsbad erlebt man dadurch auch schwere Momente.

Was war Ihr berufliches Highlight in den letzten Jahren?

Bereits seit langem trainiere ich in meiner Freizeit auf dem bellicon. Dabei handelt es sich um ein kleines Trampolin, das als vielseitiges Trainingsgerät in unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt werden kann.

Das Training macht sehr viel Spaß und kann für die Behandlung unterschiedlichster Krankheitsbilder und Altersgruppen eingesetzt werden. Zusammen mit meinen zwei Kolleginnen hatte ich die Idee, das bellicon Training auch in unserer Klinik einzusetzen. Anschließend haben wir eine Präsentation über die Anwendungsbereiche und Vorteile des Trainings vor der Geschäftsleitung und der medizinischen Leitung gehalten. Diese zeigten sofort Interesse und haben sich viel Zeit genommen, um unseren Vorschlag anzuhören und waren am Ende auch von dem Konzept überzeugt. Danach ging alles ganz schnell und schon kurze Zeit später konnten wir das Training in unser Behandlungsangebot integrieren und mehrere Mitarbeiter zu speziellen Trainern ausbilden. Seitdem bieten wir bellicon Kurse für unsere Patienten an.

Eigene Ideen einzubringen, die ernst genommen werden und in der Praxis auch umgesetzt werden, gehören für mich zu den Highlights bei Celenus.

Wie würden Sie die Möglichkeiten der Weiterentwicklung bei Celenus beschreiben?

Die Weiterbildungsmöglichkeiten bei Celenus sind sehr vielfältig und individuell. Der Arbeitgeber unterstützt Aus-, Fort-, und Weiterbildungen sowohl fachlich als auch finanziell. Das kenne ich so von keinem anderen Arbeitgeber. Toll ist auch, dass man im Berufsalltag dann auch immer die Möglichkeit hat neu Gelerntes sofort umzusetzen und auszuprobieren, da Fortbildungen auch in der Therapieplanung berücksichtigt werden.

Melanie Seidel

Pflegedienstleiterin

im Unternehmen seit 1998

Celenus Fachklinik Sachsenhof in drei Worten:
familiär, flexibel, patientenorientiert

Zum Interview

Sie arbeiten bereits seit 20 Jahren im Pflegedienst des Sachsenhofs, seit 2012 als Pflegedienstleitung. Was sind aus Ihrer Sicht die größten Unterschiede zwischen der Pflege in einer Rehaklinik und im Krankenhaus? 

Es ist eine andere Art von Pflege in der Rehabilitation, sehr vielseitig und körperlich weniger anstrengend. Unsere Patienten sind selbständiger bzw. leiten wir sie an, Schritt für Schritt, ihren Alltag wieder alleine zu bewältigen. Durch den längeren Aufenthalt bei uns im Celenus Fachklinikum Sachsenhof ergibt sich ein intensiverer Bezug zur einzelnen Person als im Krankenhaus. Wir Pflegekräfte sind in die Therapie eingebunden und ein geschätzter Ansprechpartner. 

Mit dem kostenlosen Curriculum Somatische Pflege (Abschluss als Celenus Pflegeexperte) bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern die Möglichkeit ein einheitliches Wissensniveau zu erlangen, alte Kenntnisse aufzufrischen bzw. spezielles Know-how für die besondere Tätigkeit in der Rehabilitation zu erwerben.  

Stichwort Fachkräftemangel: Bei Ihnen in der Klinik auch ein Thema? 

Ich denke keine Klinik in Deutschland bleibt derzeit davon verschont. Gerne würde ich Ihnen sagen, dem ist nicht so, aber ich will ehrlich sein. Pflegekräfte sind heiß begehrt und ich freue mich sehr über qualifizierte Bewerbungen. Für mich ist es selbstverständlich bei personellen Engpässen einzuspringen und mein Team zu unterstützen. Dadurch bleibe ich als PDL nah an der Basis und bekomme mit, wo beispielsweise Veränderungsbedarf besteht. 

Wegen den Behandlungsschwerpunkten Orthopädie und Kardiologie befinden sich in der Klinik tendenziell eher ältere Menschen, weshalb für mich auch Altenpfleger für eine Anstellung interessant sind. Wenn Sie sich bei uns wohlfühlen, was wir hoffen, können Sie über die Aktion Mitarbeiter werben Mitarbeiter Freunde und ehemalige Kollegen ins Unternehmen holen. Es winken attraktive Vermittlungsprämien. 

Wie erleben Sie die übergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen? 

Sehr positiv. Für meine eigene Abteilung fungiere ich als Bindeglied zwischen den Mitarbeitern und der Klinikleitung. Aber auch die generelle Interaktion der verschiedenen Berufsgruppen finde ich respektvoll und hilfsbereit. Die übergreifende und vor allem funktionierende Zusammenarbeit ist einer der Punkte, welche die Arbeit in der Reha auszeichnen. 

Wie arbeiten Sie neue Mitarbeiter ein?

Anhand eines strukturierten Einarbeitungskonzeptes, das fest im Qualitätsmanagement verankert ist. Zunehmend soll sich der Mitarbeiter mit seinen Aufgaben vertraut machen und ein Teil meines Teams werden. Des Weiteren achte ich darauf, dass der Mitarbeiter alle relevanten Schnittstellen kennenlernt. 

Auch später stehe ich regelmäßig im Austausch mit den Pflegekräften und habe ein offenes Ohr für sämtliche Belange. Probleme nehme ich ernst und gehe diese lösungsorientiert an. Bei der Dienstplangestaltung versuche ich die Wünsche der Mitarbeiter zu berücksichtigen, um Familie und Beruf möglichst gut in Einklang zu bringen.

Eva-Maria Schwarz

Leitung Reinigung

im Unternehmen seit 2014

Celenus Fachklinik Bromerhof in drei Worten:
Familie, Freude, Menschlichkeit

Zum Interview

Putzen ist nicht gleich putzen. Was ist das Besondere an der Arbeit in einer Rehaklinik? 

Die Patienten sind in der Regel drei Wochen bei uns in der Celenus Fachklinik Bromerhof. Dabei haben wir immer über 100 Kinder im Alter zwischen 1 und 13 Jahren hier, die gemeinsam mit Vater und/oder Mutter bei uns im schönen Allgäu sind. Es entsteht in dieser Zeit ein persönlicher und familiärer Kontakt und die Gäste wenden sich mit vielerlei Wünschen oder Problemen an die Reinigungskräfte. Manchmal entstehen sogar freundschaftliche Verbindungen.

Trotz der Tatsache, dass wir kein Hotel sind werden unsere Patienten dennoch immer so behandelt. In der Klinik sind wir, im Vergleich zu einem Hotel, mit für die Patienten verantwortlich und kümmern uns um deren Anliegen. Damit tragen wir aktiv zum Erfolg der Reha- oder Vorsorgemaßnahme bei.

Ursprünglich wollte ich nur zur Überbrückung ein paar Monate in der Klinik arbeiten, aber dann gefiel es mir so gut, dass ich nun seit 4 Jahren hier bin und auch vorhabe zu bleiben.

Ohne uns geht hier nichts. 

Im Januar 2018 wurden Sie von der Reinigungskraft zur Leitung der Reinigung befördert.

Wie haben sich Ihre Aufgaben durch die Leitungsposition verändert? 

Meine Aufgaben haben sich sehr verändert, da zu den Reinigungstätigkeiten eine Vielzahl von organisatorischen Aufgaben hinzugekommen ist. Ich unterstütze z. B. die Terminplanung bei der Vergabe der Zimmer vor der Anreise. 

Zu meinen Mitarbeitern habe ich einen sehr guten Draht, obwohl ich nun nicht mehr nur Kollegin, sondern auch Chefin bin. Die erste Zeit war allerdings ziemlich hart. Das Team musste sich erst neu finden und Mitarbeiter gewonnen werden, welche gut in unser Team passen, da wir das Ziel haben die Mitarbeiter langfristig zu binden.

Sie sind verantwortlich für ein Team von 15 Personen. Wie würden Ihre Mitarbeiter Sie beschreiben? 

Ich denke meine Mitarbeiter würden sagen, dass ich fair bin. Ich kann gut zuhören und versuche immer eine für alle tragbare Lösung bei Problemen zu finden.

Wir haben mittlerweile ein stabiles Team und eine gute, entspannte Arbeitsatmosphäre.

Was sollten Interessenten mitbringen für die Tätigkeit als Reinigungskraft?  

Freundlichkeit und Humor sind wichtig, denn gerade mit den Kindern geht es bei uns auf den Fluren schon mal etwas turbulenter zu. Da hilft es ein Lächeln auf den Lippen zu haben und geschickt mit dem Bodenwischer die Fußtapser der Kinder zu entfernen, bevor sich diese den Weg durch die Klinik bahnen. 

Neben dem Spaß an der Arbeit ist ein „Putzfimmel“ sicherlich ganz hilfreich und eine große Portion Empathie für die Begleitung der Patienten während ihres therapeutischen Aufenthalts.

Ulrike Hollnack

Personalsachbearbeiterin

im Unternehmen seit 2009

Celenus Klinik für Neurologie Hilchenbach in drei Worten:
Zusammenarbeit, Wertschätzung, Vielfältigkeit

Zum Interview

Wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag aus?

Den typischen Arbeitsalltag, an dem jeder Tag gleich abläuft, gibt es in meinem Aufgabenfeld nicht. Natürlich gibt es eine gewisse Routine mit immer wiederkehrenden Tätigkeiten, was aber zwischendurch auf mich zukommt, kann ich häufig nicht vorhersehen. Manchmal läuft alles völlig anders, als eigentlich geplant, aber gerade das macht es auch interessant. 

Mein Job in der Celenus Klinik für Neurologie Hilchenbach lässt sich grob in zwei Bereiche unterteilen. Zum einen kümmere ich mich um die Personalbetreuung, zum anderen um die Personalverwaltung. 

Bei der Personalbetreuung ist es sehr wichtig, ein offenes Ohr für die Anliegen der Mitarbeiter zu haben. Hier geht es oftmals um Fragen die das Arbeitsverhältnis betreffen, verbunden mit den verschiedensten Frage- und Problemstellungen. Zudem bin ich bei jeglichen Personalthemen Ansprechpartnerin für die Klinikdirektion und die Abteilungsleitungen, sei es in rechtlichen Angelegenheiten, bei Lohn- und Gehaltsthemen, Personalbeschaffung, Stellenausschreibungen etc.

Das Aufgabengebiet der Personalverwaltung umfasst in erster Linie administrative Tätigkeiten. Das Erstellen von Arbeitsverträgen gehört ebenso dazu, wie das Führen der Personalakten, Urlaubs- und Fehlzeitenerfassung, die Vorbereitung zur Lohn- und Gehaltsabrechnung bis hin zu den erforderlichen Eingaben in SAP.

Was macht Ihnen in Ihrem Job am meisten Spaß?

Die Vielfältigkeit! Einerseits die Kommunikation und der Umgang mit Menschen, andererseits die Betrachtung von Zahlen und Fakten. Genau diese Abwechslung ist es, die mir überaus gut gefällt und mich gerne in die Arbeit kommen lässt. Zumal es im Personalbereich nie langweilig wird, da ich mit den unterschiedlichsten Personen und Sachverhalten zu tun habe. Hinzu kommt die Herausforderung, wenn neue Aufgaben oder Projekte anstehen. 

Was ist das Besondere am Klinikstandort Hilchenbach?

Die Stadt Hilchenbach ist ein anerkannter Luftkurort und liegt am Rothaarsteig in einer grünen Umgebung. Die Klinik selbst passt wunderbar in die Gegend. Das ganze Gebäude ist sehr lichtdurchflutet und beim Betreten des Hauses fällt einem sofort eine angenehme, zumeist geschäftige Atmosphäre auf. Die eigentlichen Therapien finden zwar in den Therapieräumen statt, aber manchmal nutzen die Therapeuten mit den Patienten kurzerhand die Treppe der Eingangshalle für einfache Übungen, wie Treppensteigen, sodass man hier immer eine lebendige Stimmung wahrnimmt. 

Würden Sie Celenus als Arbeitgeber weiterempfehlen? Wenn ja, warum?

Auf jeden Fall, vor allem wegen dem guten Miteinander insgesamt und zwischen den einzelnen Fachabteilungen. Die Hierarchien sind flach und im Unternehmen herrscht eine offene Kommunikation. Ich habe den Eindruck, dass sich jeder einzelne Mitarbeiter individuell einbringen kann und seine Leistungen wertgeschätzt werden. Bei kleineren und größeren Problemen haben Vorgesetzte und Kollegen ein offenes Ohr und alle bemühen sich um eine konstruktive Lösung.

Christiane Schneider

Leitung Patientenverwaltung

im Unternehmen seit 1999

Celenus Klinik Bad Herrenalb in drei Worten:
kompetent, freundlich, zukunftsorientiert

Zum Interview

Sie arbeiten bereits seit 1999 in der Klinik. Begonnen haben Sie als Teilzeitkraft an der Rezeption, mittlerweile leiten Sie die Patientenverwaltung. Wie hat sich die Klinik in der Zeit verändert und weiterentwickelt? 

In den vergangenen Jahren hat die Celenus Klinik Bad Herrenalb große Veränderungen auf mehreren Ebenen bewältigt. Zum einen gab es in dieser Zeit drei verschiedene Trägergesellschaften (Karlsruher Sanatoriums AG, Marseille Kliniken AG und Celenus SE), mit ihrer zum Teil sehr unterschiedlichen Unternehmenskultur. Zum anderen hat die Klinik eine tiefgreifende Konzeptänderung durchgemacht, die sich unter unserer derzeitigen Klinikleitung fest etablierte und von den Kostenträgern unterstützt wird. Dies war nicht immer so. Tatsächlich stand unser Haus in den Jahren 2012/2013, bei sehr niedrigen Patientenzahlen, unmittelbar vor der Schließung. Nach den genannten Änderungen hat sich der Patientenzustrom wieder positiv entwickelt, sodass wir uns heute einer guten und stabilen Belegung erfreuen. 

Als Bestandteil des neuen Konzeptes wurde das transkulturelle Rehabilitationsprogramm entwickelt. Eine Gruppe von türkischstämmigen Patientinnen und Patienten kann seitdem in ihrer Muttersprache psychosomatisch behandelt werden. 2017 kam dann die Umstellung unserer bisherigen Verwaltungssoftware auf das SAP-gestützte Programm ISH, mit entsprechender Einführung von eReha im medizinischen Bereich. Das war vor allem in der Patientenverwaltung eine erhebliche Veränderung.

Der nächste große Schritt wird der Umzug in ein neues Klinikgebäude sein. Diesen Herbst startete der Neubau der Celenus Klinik Bad Herrenalb in unmittelbarer Nähe. Unser derzeitiges Domizil entspricht zwar dem angesagten „Shabby-Look“, erfüllt jedoch nicht mehr die Voraussetzungen, die künftig im Reha-Bereich gefordert werden. Ich sehe in diesen Jahren aber nicht nur Veränderungen, sondern auch eine sehr wertvolle Konstante, die für mich von großer Bedeutung ist. Es ist die hervorragende Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen.

Welche Tätigkeiten umfasst Ihr Verantwortungsbereich?  

Die Klinik ist mit zurzeit 88 Betten ein relativ kleines Haus. Für die Patientenverwaltung hat dies zur Folge, dass unsere Arbeit überaus bunt ist. Vom ersten Kontakt per Telefon oder Post, vom Eingang der Patientenakte über die Terminierung, Zimmerplanung bis hin zur Abrechnung des Aufenthaltes, sind wir mit unseren Patientinnen und Patienten befasst. 

Besonders schön ist es, wenn ich diese an der Rezeption auch persönlich aufnehmen kann, wo ich noch vertretungsweise tätig bin. Dazu kommen das Erstellen von Belegungsstatistiken, die vorbereitende Buchhaltung für die Finanzbuchhaltung und ein Teil des Einkaufs. Alles in allem ein schöner und abwechslungsreicher Job. 

Wie behalten Sie in stressigen Situationen einen kühlen Kopf? 

Wichtig ist es Ruhe zu bewahren und Prioritäten zu setzen. Hierbei sind meine jahrelange Erfahrung und die gründliche Kenntnis der Abläufe sehr hilfreich. Nach Feierabend finde ich Erholung bei musischen und kreativen Tätigkeiten.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Klinik? 

Eine Patientin sagte vor einiger Zeit zu mir: “Ihr seid super hilfsbereit und freundlich, ihr macht sehr gute Therapie – alles was euch fehlt, ist ein entsprechendes Gebäude“. Wie schön, dass wir das nun bekommen. 

Der Umzug in den Klinikneubau wird viele Veränderungen mit sich bringen. Wir können dort deutlich mehr Patientinnen und Patienten unterbringen, was viele Prozesse und die Anzahl der Mitarbeiter verändern wird. Neben der Freude über die schönen neuen Räumlichkeiten, stehen wir dann vor der Herausforderung, eine entsprechende Anzahl von Zuweisungen zu gewinnen und die Vorgehensweisen anzupassen. Wie sooft in den letzten Jahren wird unsere Flexibilität gefragt sein, was es aber auch interessant macht. 

Dies alles gut hinzubekommen und Mitarbeiter, die mit Frohsinn und Elan die Patientinnen und Patienten auf dem Genesungsweg unterstützen, das wünsche ich der Celenus Klinik Bad Herrenalb!